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MDR 1 - Defekt

 

Lt. einer Statistik aus dem Jahre 2006 haben in den USA 1/3 der Australian Shepherds einen MDR 1- Defekt. Von 179 getesteten Aussies tragen 30 % den Defekt von einer Elternseite (+/- oder -/+) bzw. 2 % von beiden Eltern (-/-). Quelle: VGL, USA.

Die Washington State University (VCP Laboratory) hingegen kam bei 333 getesteten Aussies im Jahre 2006 zu folgendem Ergebnis: 25 sind einseitige Träger (+/- oder -/+) bzw. 7 % erhielten den Defekt von beiden Elternseiten. 

 

Lt. Universität Gießen sind in Europa von 750 getesteten Aussies etwa 30 % betroffen. Gießen untersucht zwar das Blut aller Aussies in Europa, primär jedoch von jenen aus Deutschland. Von diesen 30 % sind 2 % homozygot betroffen (-/-), 28 % tragen den Defekt einseitig (+/- bzw. -/+).

Alle drei Auswertungsstellen kamen bei unterschiedlicher Anzahl von Blutproben jedoch immer auf einen Prozentsatz + 30 %. Neuen Informationen der ASHGI zufolge sollen gar drei von vier Aussies von einem MDR 1- Defekt betroffen sein. 

 

Was ist ein "MDR 1- Defekt"?

 

Ausführliche Informationen gibt es auf der Seite der Universität Gießen: http://www.vetmed.uni-giessen.de/kli.htm

Eine Ivermectin-Empfindlichkeit, oder eine Empfindlichkeit auf andere Arzneistoffe mit zum Teil tödlichen Folgen, steht im Zusammenhang mit einem genetischen Defekt in der Blut-Hirn-Schranke.

 

Bei nachfolgenden Arzneistoffen besteht die Gefahr, daß von dem genetischen Defekt betroffene Hunde Nebenwirkungen auftreten können:

 

Ivermectin (Antiparasitikum), Loperamid (Antidiarrholkum), Digosin (Herz), Vincristin, Vinblastin, Doxorubicin (Zytostatika), Cyclosporin (Immunsuuppressivum) sowie Antibiotika (Grepafloxacin, Sparfloxacin), Ebastin als Antiallergikum, Dexamethason als Glucocorticoid u. a. m. Im Laufe der Forschung neu aufgetretene Arzneien bzw. den aktuellen Stand der Forschung kann man abrufen unterhttp://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/index.html.

 

Sollte Ihr Hund nachweislich einen MDR 1-Defekt haben, sollten Sie unbedingt immer eine aktuelle Liste der unverträglichen Präparate dabei haben bzw. von denjenigen, die Ihr Hund vor allem bei einer Notfallbehandlung oder Narkose nur erhalten darf. Bitte informieren Sie sich auch immer über die Auswirkungen einer bestimmten Impfung, vor allem Mehrfach-Impfung, Präparaten zur Wurm- und Zeckenbekämpfung usw.  

Betroffen von diesem Defekt sind vor allem Hütehunde. Ein Zusammenhang zwischen Epilepsie und einem MDR 1- Defekt wird derzeit nicht erkannt. Jedoch wurde berichtet, daß auch Spot-On-Präparate (die nicht auf  MDR 1-Defekt getestet werden, da sie nur äußerlich aufgetragen werden) wie Exspot oder Frontline allergische Reaktionen bzw. epileptische Anfälle auslösen können. Generell sollte man bei einem von MDR 1 betroffenen Hund berücksichtigen, daß er evtl. empfänglicher sein könnte für einen epileptischen Anfall, der von bestimmten Medikamenten oder Umwelteinflüssen ausgelöst werden kann. 

 

Natürlich wird angestrebt, den Prozentsatz der homozygot betroffenen Aussies zu minimieren; dabei sollte die Zuchtüberlegung jedoch nicht primär darauf ausgerichtet sein, nur +/+ und +/+ Hunde zu verpaaren. Es besteht kein Grund zur Panik bzw. ist es keine genetische Katastrophe, wenn ein Hund einen einseitigen MDR 1- Defekt hat. Der Hund ist als Ganzes zu betrachten; sind die anderen Gesundheitsauswertungen und das Gebäude etc. eines Hundes okay, sollte man einem +/- bzw. -/+ den Vorrang geben gegenüber einem +/+ Hund, der in anderen Punkten schlechtere Ergebnisse vorzuweisen hat. Die Gesamtqualität eines Hundes bzw. Partnerwahl ist von entscheidendem Wert für die Zucht!

Verpaart man +/+ Tiere mit +/+ Tieren, ist der komplette Wurf +/+. Verpaart man einen +/+ Hund mit einem +/- bzw. -/+ Hund, erhält man +/+ und +/- bzw. -/+-Welpen. Verpaart man einen -/- Hund mit einem -/- Hund (dies ist unbedingt zu unterlassen), sind alle Welpen aus diesem Wurf -/-. Verpaart man einen -/- Hund mit einem -/+ bzw. +/- Hund, werden etwa 25 % der Welpen (oder etwas mehr) -/- oder +/- bzw. -/+ werden.

 

Interessant ist, daß die Miniature "Mini" Aussies sehr viel mehr vom MDR 1-Defekt betroffen sind als die Standard Aussies: von 56 getesteten "StandardsMinis" sind 52 % betroffen, davon 4 % beiseits -/-.

 

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Möchten auch Sie Ihren Hund auf einen möglichen MDR 1- Defekt testen, erhalten Sie weitere Informationen über die Vorgehensweise unter obigem Link der Uni Giessen. Generell benötigt diese 1 ml EDTA-Vollblut zusammen mit einem Auftragsformular, dass auf der Website downgeloaded werden kann. Die derzeitigen Kosten für den Test belaufen sich auf ca. 25 Euro, die Blutabnahme beim Tierarzt bzw. die Versandkosten nach Giessen nicht mitberechnet.

Eine Datenbank über MDR 1-freie Hunde aller Rassen gibt es unter: http://www.mdr1-defekt.de

 

Einen sehr ausführlichen Aufsatz über den MDR 1-Defekt hat Sabine Mosler verfasst; bitte HIER klicken.

 

Leider steigen die generellen Autoimmunerkrankungen (Schilddrüse und viele mehr) und auch Allergien beim Australian Shepherd. Umfassende Informationen erhält man auf den ASHGI-Seiten.

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