Gesundheit - Leistung - Charakter - versatile Aussies since 1996 -
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The ideal Australian Shepherd is found not in the extremes, but his excellence is found in the balance between the extremes"

(Jeanne Joy Hartnagle-Taylor; HOF Kennel Las Rocosa Aussies)


"Es interessiert mich nicht, ob meine Hunde hübsch sind", sagt der Rancher, "ich brauche einen Hund, der aufgrund seines Instinkts Rinder hüten kann. Er muß behutsam sein mit den Lämmern und hart mit den Bullen. Er muß eigenständig denken, aber dabei jederzeit meine Anweisungen ausführen. Ich brauche einen Hund, der gut ist zu meinen Kindern und das Durchhaltevermögen besitzt, jeden Tag für mich zu arbeiten - ich bin hier draußen vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Er muß gesund sein - ich habe doch gar keine Zeit für einen kränklichen Hund..." - "Ich möchte einen gesunden Geist in einem gesunden Körper." (aus dem Buch von Liz Palika "The Australian Shepherd, Champion of Versatility")

 

Australian Shepherds sind intelligente und vielseitige Hütehunde. Sie sind außergewöhnliche Begleiter und verlässliche treue Partner für diejenigen, die ihre Intelligenz und Leistungsbereitschaft verstehen und erwidern.

 

Die nachfolgenden Beschreibungen resultieren aus über 20 Jahre Erfahrung mit Australian Shepherds und die als zertifizierte und behördlich geprüfte und anerkannte Hundetrainerin mit eigener Hundeschule:

Der Australian Shepherd ist ein überaus bewegungsfreudiger Hund mit viel Energie, der beschäftigt werden will - "Körper und Geist" sozusagen. Ansonsten sucht er sich seine Aufgaben selbst, was mitunter unerwünschte Folgen haben kann. Der größte Garten am Haus nützt nichts, wenn er sich selbst überlassen wird und man sich zu wenig mit ihm abgibt. Aussies sind sehr lernfreudig, haben eine schnelle Auffassungsgabe und lieben Abwechslung im Training. Ihre überaus hohe Intelligenz wissen sie aber auch geschickt auszunutzen, wenn der Zweibeiner über zu wenig Führungsqualität verfügt. Am schlimmsten für ihn ist es, angeschrien oder ignoriert zu werden.

 

 

Vom Australian Shepherd wird behauptet, er habe wenig Jagdtrieb bzw. ist daher auch der ideale Reitbegleithund. Da der Aussie ein Hütehund ist, ist er automatisch jagdlich veranlagt. Er benötigt  eine entsprechende Grundausbildung - natürlich auch zu seiner eigenen Sicherheit. Hat man ihm konsequent beigebracht, daß er kein Wild aufspüren bzw. verfolgen darf, ist er in der Tat ein äußerst zuverlässiger und ausdauernder Begleiter im Gelände. Ganz besonders, wenn man ihn seinen Veranlagungen entsprechend fördert! 

 

Aussies werden als sehr kinderlieb beschrieben. Da er sich immer gerne dort aufhält, "wo etwas los ist" und am besten noch "mittendrin", ist das schon richtig. Kindern gegenüber sind Aussies sehr geduldig, jedoch lassen auch sie sich, wie alle Hunde, nicht gerne ständig provozieren, bedrängen, ärgern oder gar quälen; also müssen Sie als "Chef" beiden Seiten die Spielregeln erklären für ein unbeschwertes Miteinander und auch eingreifen!

 

Wenn ein Kind beim Spielen wegrennt oder zu schnell vorbei läuft, kommt es vor, daß der Aussie ihm bellend hinterherrennt, nach seinem Hosenbein schnappt, daran zieht oder festhalten bzw. es in irgendeine Richtung (zurück-) treiben will. Er tut dies, weil er dafür gezüchtet worden ist, "etwas, was sich bewegt, zu hüten". Dieses Verhalten sollte nicht als ein aggressives Verhalten gedeutet werden! Vielmehr muß das Kind anhalten und dem Hund ist mit einem klaren "Nein" deutlich zu machen, dass er dies zu unterlassen hat. Niemals sollte man dieses Verhalten unterstützen, jedoch daran denken, dass er im Prinzip dafür gezüchtet wurde. Wie stark diese Neigung ausgeprägt ist, hängt von dem Charakter und der Erziehung des einzelnen Hundes selbst ab und vielleicht auch von der Zuchtlinie UND dem Grad seiner Auslastung! Dank seiner schnellen Lernfähigkeit kann man ihm dies auch überwiegend abgewöhnen. Ein Aussie liebt seine Familie über alles! Dank seiner Mimik, Lebensfreude und wunderbaren Sinn für Humor ist das Leben mit ihm immer interessant. 

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Obwohl der Australian Shepherd ursprünglich als ausdauernder Hütehund unter harten Bedingungen gezüchtet wurde, braucht er keine Viehherde, um glücklich zu sein, aber er MUSS aktiv miteinbezogen werden in Ihr Leben, um ein guter und ausgeglichener Begleiter zu werden. Was Sie dabei mit ihm unternehmen, ist nicht so wichtig, so lange Sie ihn zu beschäftigen wissen und ihm das Gefühl geben, ein wichtiger Teil in Ihrem Leben zu sein. 

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Ein signifikantes Merkmal des Zuchtstandards ist sein Beschützerinstinkt! Er wird Besucher, die sich ihrem Grundstück nähern, verbellen, er wird Sie und Ihre Familie beschützen wollen, also strafen Sie ihn nicht für etwas, wofür er auch gezüchtet worden ist, sondern suchen Sie nach Möglichkeiten, Situationen zu entschärfen. Das kann auch für Kinder gelten, die Ihren Sohn oder Tochter besuchen wollen und unbekümmert vom Gartentor zum Hauseingang schreiten! Wenn zwischen den Kindern eine lautstarke Meinungsverschiedenheit oder gar eine Rangelei entsteht, kommt der Aussie in eine Konfliktsituation und es ist nicht ausgeschlossen, dass er Ihr Kind verteidigen wird, sei es auch anfangs nicht ganz so energisch, aber es kann dem anderen Kind unangenehm werden. 

 

Unbekannten Besuchern gegenüber verhält sich ein Australian Shepherd anfangs mißtrauisch, das ist ebenfalls ein Wesensmerkmal der Rasse. Zwingen Sie ihn nicht, Freundschaften schließen oder betatschen lassen zu müssen! Wenn er jemanden symphatisch findet, schließen Aussies Freundschaften fürs Leben. Wenn sie einmal beschlossen haben, daß jemand ihr Freund ist, wird er ihnen für immer in Erinnerung bleiben und immer mit einem Lächeln und einem Schwanzwedeln begrüßt werden. 

 

Wie Sie der Einleitung entnehmen konnten, wurde der Aussie als Hütehund und ständiger Begleiter und Helfer seines Menschen gezüchtet; wegen seinem starken Anlehnungsdrang an seine Familie, ist der Australian Shepherd daher kein Hinterhof-Hund, der draußen und isoliert von seinen Menschen leben will. Ein unglücklicher Aussie wird depressiv und verdrossen, mitunter auch aggressiv als Folge von Frustration und kann Verhaltensstörungen entwickeln.

Aussies lieben es, wenn man ihnen Tricks beibringt, die Fährtensuche, Trekking, Radfahren, sie schwimmen gerne und mögen Ballspiele. Einem Australian Shepherd sind schier keine Grenzen gesetzt: neben dem Hüten und Treiben von Viehherden, Aussortieren einzelner Tiere aus einer Herde, bewährt er sich auch sehr gut als Rettungshund, mitunter als Therapy Dog (Behindertentherapie, Alters- und Kinderheime...; bitte bei dieser Form von Arbeiten aber unbedingt für einen entsprechenden Ausgleich sorgen!) und vereinzelt auch als  Blindenführhund. Aussies sind erfolgreich im Hundesport, besonders im Agility, Obedience, Turnierhundesport und im Dogdancing. Apportieren und die Dummyarbeit sind weitere Leidenschaften des Aussies... hier kann er die Fähigkeiten zum selbständigen Arbeiten auf Distanz, dem Apport und den Einsatz der Nase mit einbringen.

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© Susanne Oehler, Masquerade Australian Shepherds (ASCA lifetime reg. Kennel)