Susanne ist mit Hunden und Pferden aufgewachsen. Mit der einen Hündin war man überaus erfolgreich auf Hundeausstellungen, doch litt sie später sehr stark unter der sog. "Dackellähme" und musste mit sieben Jahren von ihrem Leiden erlöst werden. Zuletzt durfte man sich ihr nicht mal mehr auf zwei Meter nähern, sie schrie vor Schmerzen und Angst, man könnte sie anfassen. Die nachfolgende Schnauzerhündin schien bis zu ihrem 7. LJ topfit zu sein, als sie plötzlich an Epilepsie und später auch am Herz erkrankte. Dank guter Medikamenteneinstellung wurde sie 13 Jahre alt. Hilflos mußten wir ihre Anfälle mit ansehen, wenn man ihr mal nicht überpünktlich die Tabletten verabreicht hat bzw. die Medikation neu eingestellt werden mußte. Wir alle haben sehr darunter gelitten. 

Australian Shepherds?!?

Der nächste Hund ließ auf sich warten; ich zog von Zuhause weg, Lothar und ich arbeiteten beide Vollzeit und wir wollten daher keinen Hund halten. Über unsere Pferde sind wir 1990 zum ersten Mal einem Australian Shepherd begegnet. Im Gegensatz zu vielen anderen brauchten wir etwas länger, um uns an die ungewöhnliche Merle-Zeichnung zu gewöhnen. Vielmehr waren wir von der hohen Intelligenz dieses Hundes begeistert; mitunter reichte nur ein Blickkontakt und er wusste, was sein zweibeiniger Freund von ihm wollte. Mit unermüdlichem Eifer und Freude führte er Aufgaben aus und oftmals, so schien es, wusste er schon vorher, was zu tun ist. Mit den Jahren summierten sich die Aussies in unserem Bekanntenkreis – ganz besonders lieb hatten wir Sally, die Mami unserer ersten Hündin Sammy, die wir seit ihrem Welpenalter kennen und konnten es kaum erwarten, bis ihre ersten Babies endlich da waren. Papa Lasyx war zu unserer großen Freude ein wunderbarer Rüde einer mit der Rasse bereits lange vertrauten Züchterin, die mir ab diesem Zeitpunkt mit Rat und Tat zur Seite stand, worüber ich sehr dankbar bin.

Wenige Wochen später also zog Sammy bei uns ein, der Job wurde auf Teilzeit reduziert und seit dieser Zeit ist es zu einer Art Hobby geworden, mein Wissen um den Australian Shepherd beharrlich zu erweitern. Von ganzem Herzen danken möchte ich an dieser Stelle meinen Freunden in den USA, jahrzehntelange Züchter und Richter, für die unermüdliche Hilfsbereitschaft und Eure Unterstützung hinsichtlich meiner Einstellung zur Zucht und Haltung dieser wunderbaren Hunde. 

Zuchtgedanken

Wir haben nur wenige Aussies und so wird es immer bleiben, damit wir auch jedem gerecht werden können. Weder sammeln noch produzieren wir Aussies und haben auch nicht jedes Jahr einen Wurf. Dennoch recherchiere ich viel über die einzelnen Linien, ihre Nachzucht, Genetik, Risikoträger und vieles mehr. Im Laufe der Jahre ist daraus eine stattliche Datenbank geworden. Mir liegt sehr viel daran, die Eltern und möglichst auch Großeltern unserer Hunde persönlich zu kennen - auch, wenn sie im Ausland leben. Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung davon, mit welchen Hunden bzw. Linien wir in den nächsten Jahren züchten wollen und verfolgen dabei vor allem das Ziel vom gesunden, intelligenten und vielseitigen Australian Shepherd. Unser Zwingername ist ASCA geschützt und wir halten uns an deren Standard, den Aussie robust und moderat zu erhalten; athletisch, leistungsfähig, nicht zu groß, kein übermässiges Fell und Gewicht. 

Wir züchten nicht, um den Markt zu befriedigen und versuchen auch nicht, diese Hunderasse in Richtung „anspruchslosen idealen Familienhund“ schönzureden. Aussies sind Arbeits- bzw. Hütehunde, man muß ihrem Bewegungsdrang und Lerneifer nachkommen, damit das Leben für beide Seiten harmonisch verläuft.

Voraussetzungen

Mit unseren Hunden wird erst gezüchtet, wenn die entsprechenden Untersuchungen (Hüfte, Ellbogen, Patella, Augen, Herz, Schilddrüse u. a. mehr) von einer anerkannten Auswertungsstelle begutachtet wurden bzw. die Zuchtfreigabe erfolgte. Sie werden so umfangreich untersucht bevor sie in die Zucht gehen, wie sie kein Verein (VDH, ASCD/ ASCA usw.) vorschreibt! Weiterhin liegt von jedem Hund eine Auswertung der Aussie-Genetikerin C. A. Sharp vor. Primär steht bei uns die Ausbildung und die psychische und physische Stabilität unserer Hunde, weshalb meist bis zum dritten Lebensjahr gewartet wird, da der Aussie ein Spätentwickler ist. Unsere Aussies gehören voll und ganz zur Familie - eine Hündin, die keine Babies mehr bekommen soll, wird bei uns nicht ausrangiert und abgegeben, um einer jüngeren Platz zu machen. 

Ein wichtiges Kriterium, das unsere Hunde erfüllen müssen, ist ein ausgeglichenes Wesen und einen anständiger Charakter. Unserer Meinung nach werden Aussies mit schwierigem Temperament immer Probleme haben, egal, was von ihnen verlangt wird. Unsere Hunde leben bei uns im Haus und wir sind u. a.  aktiv in Obedience und Agility. Alle besitzen sie einen guten Hüteinstinkt. Wir wohnen direkt am Feld, rings rum nur Wiesen und Wälder. Dies nutzen wir für tägliche Spaziergänge, einer davon sehr ausgedehnt entweder zu Fuß, Rad oder Pferd.

Die Nachzucht unserer Hunde ist erfolgreich auf Ausstellungen, im Sport, in der Rettungshunde- und Therapiearbeit.

 

2003 wurde unserer zweibeiniger Wirbelwind geboren:

 

  


Wir unterstützen das "10 Steps-Programm" von AHGI (Australian Shepherd Health and Genetic Institute). Bitte klicken Sie auf das Logo, um auf die entsprechende Seite zu gelangen. Es wurde gegründet für all diejenigen, die die Gesundheit des Aussies unterstützen und verbessern wollen und eine öffentliche Registrierung von Gesundheitsdaten/infos befürworten. Eine Liste der Personen, die dieses Programm untersützen, finden Sie unter http://www.tobysfoundation.org

   

1. Ich erkenne an, dass genetische Krankheiten eine anhaltende Tatsache beim Australian Shepherd sind. Nur durch offene und ehrliche Kommunikation und durch das Teilen genauer Informationen können wir, die Züchter und Liebhaber dieser Rasse, die genetische Gesundheit verbessern sowie die Häufigkeit genetischer Erkrankungen der von uns geliebten Rasse erheblich reduzieren.

2. Ich unterstütze die öffentliche Bekanntmachung aller gesundheitsrelevanten Angelegenheiten, die den Australian Shepherd betreffen. Das heisst, ich nutze (wann immer dies möglich ist) die öffentlich zugänglichen Tiergesundheitsregistrierungen bzw. Datenbanken des Landes, in dem ich lebe. 

3. Ich veröffentliche offen und ehrlich alle Informationen betreffend der Gesundheit  der von mir gezüchteten Hunde bzw. Nachzucht – auch, wenn evtl. ein erheblicher Risikofaktor besteht. 

4. Sobald ich neue Informationen erhalte über genetische Krankheiten in Verbindung mit meinen Hunden und der Nachzucht, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, um den betroffenen Käufer/Besitzer dies zu mitzuteilen.

5. Ich unterstütze und helfe anderen Züchtern in ihren Recherchen über genetischer Erkrankungen ihrer Hunde

6. Ich werde nicht schlecht über einen Züchter  bzw. ein Zuchtprogramm sprechen,  dessen Zucht ein genetisch kranker Australian Shepherd hervorgebracht hat.

7. Ich unterstütze und helfe den Besitzern betroffener Hunde, indem ich Informationen zusammentrage bzgl. genetischer Krankheiten ihrer Hunde

8. Ich unterstütze Forschungsstudien über genetische Krankheiten beim Australian Shepherd, indem ich biologische Proben von Hunden aus meiner Zuchtstätte bzw. soweit möglich, auch meiner Nachzucht, für solche Studien zur Verfügung stelle. Ich ermutige andere dasselbe zu tun.

9. Bevor ich mit meinen Hunden züchte, wird von ihnen bei einem anerkannten Institut ein DNA-Profil erstellt und veröffentlicht (soweit das in meinem Heimatland möglich ist; oder wenn Hunde aus meiner Zucht ins Ausland exportiert werden .

10. Ich werde meine Hunde auf genetische Krankheiten, wie auf der ASHGI Website empfohlen, untersuchen lassen, von Tierärzten, die eine ordnungsgemäße Zertifizierung (Zeugnis) haben. Ich unterstütze die Aufzeichnung dieser Resultate in offenen Datenbänken und melde sie, sobald sie mir bekannt sind. Wenn neue genetische Tests verfügbar sind, werde ich meine Zuchthunde mit diesen Tests untersuchen lassen.