Der Australian Shepherd: Studien und Statistiken

C. A. Sharp ist die Genetik-Expertin beim Australian Shepherd Club of America (ASCA). Seit langer Zeit schon sammelt sie Informationen über einzelne Hunde und Linien, deren Erkrankungen und was sie vererbt haben. Zusammen mit ihrem Expertenteam hat sie seit Ende 2002 eine eigene, äußerst informative Website.

Im Jahre 1997 wurde eine Gesundheitsstudie bei 875 Aussies in den USA durchgeführt; mehr als die Hälfte von ihnen war nicht älter als 3,5 Jahre. Die aktuellste Studie wurde Ende 2002 veröffentlicht. Im Jahre 1999 schickten 345 Aussie-Besitzer weltweit ihre Fragebögen zurück, die der Aussie Times, das Magazin der ASCA, beigefügt waren. Eine erschreckend geringe Beteiligung, bei einer Auflagenstärke  von 5000 Exemplaren. Ernüchternd, wieviele Besitzer bzw. Züchter wirklich an der Gesundheit des Aussies interessiert sind! 85 % der Teilnehmer waren aus den USA, 10 % aus Kanada und die restlichen aus Europa und Australien. Ausgewertet wurden etwa 1700 Hunde.

Die Tendenz von 1997-1999 lag in einer Erhöhung der Temperamentsprobleme. Nachfolgend sind die am häufigsten geschilderten Fehler bzw. Erkrankungen gelistet, in ihrer Reihenfolge nach unten hin nachlassend:

Studie in 1997 Studie in 1999/2002
Allergien Temperament-Probleme
HD Gebißfehler
Aggression Farbfehler
Scheuheit Augenerkrankungen
Katarakt, fehlende Zähne Fortpflanzungsprobleme
Epilepsie, Schilddrüsenunterfunktion Autoimmunerkrankungen
Krebs (keine spezifische Form beim Aussie bekannt) Skelettdefekte
Demodex  

Eine Zunahme ist bei folgenden Erkrankungen zu verzeichnen:

Katarakt, weitere Augenerkrankungen wie Distichien oder Iris Coloboma, Epilepsie, Gebißfehler, Autoimmunerkrankungen (Lupus, Schilddrüsendisfunktion), Herzerkrankungen, Allergien (auch Demodex).

Natürlich können diese Erkrankungen sowohl erworben als auch vererbt sein.

Die umfassendste und aktuellste Website über Aussies: http://www.ashgi.org

 

Aktuell

(Aussie Times 1-2006): Über KREBS bei Australian Shepherds wird zunehmend berichtet, aber wir wissen immer noch zu wenig über die Ursachen, ob die Umwelt dabei eine Rolle spielt, die Lebensumstände bzw. eine familiäre Disposition besteht. ASHGI startete eine Krebsstudie um mehr darüber zu erfahren, ob etwa eine bestimmte Krebsart aussietypisch oder familiär ist. Wenn Sie einen Aussie haben, der an Krebs erkrankt ist, oder einen Aussie hatten, dem dasselbe Schicksal widerfahren ist, dann teilen Sie dies bitte ASHGI bzw. C. A. Sharp mit: http://www.ashgi.org